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<title xml:lang="en">Letter from Elsa Speier to Alfred and Käte Speiers, November 22, 1938</title>
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<principal>Kohen, Ari</principal>
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    <name xml:id="lkw">Weakly, Laura K.</name>
    <name xml:id="jth">Thurnwalder, Jan</name>
    <name xml:id="ara">Anderson, Antje R.</name>
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<date>2025</date>
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<authority>Nebraska Stories of Humanity</authority>
<publisher>University of Nebraska-Lincoln</publisher>
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<name>Center for Digital Research in the Humanities</name>
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<addrLine>319 Love Library</addrLine>
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<licence>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/</licence>
<p>Licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Unported License. Derivatives must be credited to Nebraska Stories of Humanity, made available non-commercially, and distributed under the same terms. Requests for permission for commercial publication or other use should be emailed to the project team.</p>
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    <title xml:lang="en">Letter from Elsa Speier to Alfred and Käte Speiers, November 22, 1938</title>
<date when="1938-11-22">November 22, 1938</date>
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    <msIdentifier>
        <repository>Archives &amp; Special Collections, University of Nebraska-Lincoln Libraries</repository>
        <collection>Rosenburg Family Papers, MS 0638</collection>
        <idno></idno>
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<language ident="en">English</language>
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<term>Stories</term>
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<term>Hanna Rosenberg Gradwohl</term>
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<keywords scheme="viaf" n="people">
    <term>Gerhardt</term><!--Unlikely that this is Gerhardt Eckmann, who did not  -->
    <term>Bloch, Edith Karger</term><!--1905-1985; Elsa Speier Karger's daughter, not yet married at the time-->
    <term>Karger, Alfred</term><!--1891-1968; nephew by marriage of Elsa, and brother of Kurt; later in Ecuador-->
    <term>Karger, Lilly Weimersheimer</term><!--wife of Kurt Karger, then in US, later in Mexico with Kurt-->
    <term>Karger, Kurt</term><!--1897-1950; nephew by marriage of Else, and brother of Alfred-->
    <term>Erich</term><!--possibly Erich Mendershausen, husband of Edith Lehmann of Halberstadt-->
    <term>Manfred</term><!--possibly Manfred Goldstein, husband of Margarete Lehmann of Halberstadt-->
    <term>Karger, Liese Guttmann</term><!--Hans Karger's wife. Do not know about her relatives yet-->
    <term>Alice</term><!--by context, Liese Karger's relative, married, husband's name unknown, possibly in Breslau-->
    <term>Ludwig</term><!--by context, Liese Karger's relatve, possibly in Breslau-->
    <term>Eckmann, Egon</term>
    <term>Speier, Käte</term>
    <term>Gradwohl, Hanna Rosenberg</term><!--as Muschi-->
    <term>Karger, Arjeh</term><!--Son of Hans and Liese Karger, 1937-2012-->
    <term>Karger, Shoshana (Susanne)</term><!--daughter of Hans and Liese Karger-->
    <term>Guttmann, Eva</term><!--will need to find out more about the Guttmann family in Haifa-->
    <term>Guttmann, Leo</term><!--will need to find out more about the Guttmann family in Haifa; possibly born 1883-->
    <term>Kupferberg</term><!-- Mrs. -->
    <term>Rosenberg, Ilse Speier</term>
    <term>Rosenberg, Fritz</term><!--Ludwig Rosenberg's brother, who emigrated to Palestine with wife Hilda and son Jochanan-->
    <term>Speier, Eva</term>
    <term>Falkensteins</term><!--clearly the family in Melbourne, i.e. Elsa's and Alfred's sister Rosa with her family; just arrived in AUS-->
    <term>Goldschmidt, Hete</term>
    <term>Golschmidt, Günter</term>
    <term>Karger, Hans</term><!--1904-1995; Elsa's son, Liese Guttmann's husband, Edith Karger Bloch's brother-->
    <term>Lehmann, Max</term><!--1899-1963, from Halberstadt. Emigrated early 1938 to the US and is a Speier correspondent.-->
    <term>Trude</term><!--This Trude is also mentioned in 005.00832 and several other letters. She is in Vienna trying to get to her husband in England.-->
    <term>Gustl</term><!--From context, Trude's husband. Usually short form of "August"-->
    <term>Speier, Henriette Gold</term>
    <term>Speier, Albert</term>
    <term>Rosenberg, Ludwig</term>
<term>Frank, Emmie</term>
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    <term>United States</term>
    <term>Breslau, Germany</term>
    <term>Eisenach, Germany</term>
    <term>Haifa, Germany</term>
    <term>Tel-Aviv, Israel</term>
    <term>Palestine Mandate</term>
    <term>Germany</term>
    <term>Melbourne, Australia</term>
    <term>Kansas City, Missouri</term>
    <term>Halberstadt, Germany</term>
    <term>Vienna, Austria</term>
    <term>England</term>
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    <persName>Karger, Elsa Speier</persName>
    <placeName ref="https://www.geonames.org/293844/">Kiryat Bialik, Palestine Mandate</placeName>
<date type="dateline" when="1938-11-22"/>
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<persName>Speier, Alfred</persName>   
<persName>Speier, Käte</persName>   
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    <pb facs="soh.sto005.00842.001"/>
    <opener>                        
        <dateline>Kiryat Bialik B.d. 22.11.38</dateline>
        <salute>Meine Lieben.</salute>
    </opener>
<p>Dies ist schon der 2. Brief, den ich im November an Euch absende, aber ich
kann mir denken, dass Ihr in dieser Zeit der Aufregungen und Sorgen ebenso
gern Nachrichten von allen Lieben haben wollt wie auch wir. Man lebt ja in
einer steten Spannung und Unruhe und ist schon ganz verzagt, dass entweder 
gar keine Nachrichten aus Deutschland kommen oder nur Telegramme, durch die 
sofortige Zertifikate erbeten und verlangt werden! Ihr könnt Euch denken, 
wie furchtbar die Stimmung hier ist, denn fast jeder hat doch noch 
Angehörige drüben, um die man zittert und um die man sich ängstigt. Diese 
Grausamkeiten sind ja fast unvorstellbar,&#8212;wenn es doch nur Möglichkeiten geben
möchte, alle die Menschen, die noch in D. leben, aus dieser Hölle zu befreien!
Glücklicherweise haben wir grade heute ein Telegramm von Gerhardt erhalten, 
dass er nächste Woche hier eintreffen wird. <hi rend="underline">Wie</hi> er es fertig gebracht hat, 
sein Papiere zur Ausreise zu beschaffen, wissen wir nicht, aber er hatte ja 
so wie so vor im November als "Tourist" zu kommen, und so hatte er sicher
alles vorbereitet,&#8212;die Hauptsache ist, dass er&#8212;vermutlich heute&#8212;
glücklich über die deutsche Grenze kommt! Alles Weitere muss sich dann ergeben, 
wenn er hier sein wird,&#8212;hoffentlich wird er legalisiert und kann ohne 
irgendwelche Schwierigkeiten im Lande bleiben! Dann wird sich auch erst über
die beruflichen Möglichkeiten reden lassen,&#8212;es ist ja anzunehmen, dass er 
in seinem erlernten Beruf arbeiten kann, und das ist schon immer ein 
grosses Plus! Ich hoffe und wünsche, dass sich Edith und Gerhardt recht gut  
verstehen möchten und dass sie gemeinsam ein glückliche Zukunft aufbauen 
können,&#8212;es ist beinahe wie eine Bestimmung, dass die beiden nach so langer 
Zeit doch noch zusammenkommen, und so wird schon mit G.H. alles gut werden!
Leider haben wir von Alfred Karger noch garnichts gehört, und ich sorge 
mich wirklich um ihn,&#8212;hoffentlich ist er wenigstens nicht verhaftet. Dass 
Lilly Karger grade zur Orientierung in U.S.A. ist, ist vielleicht ein
glücklicher Zufall, denn wie man liest, können die jetzt dort weilenden 
Touristen doch in den Staaten bleiben,&#8212;so erreicht sie es vielleicht die 
Aufenthaltsgenehmigung für Kurt und die Kinder zu bekommen! Aber es ist doch
schlimm, dass die Menschen alle ohne die geringsten Mittel auswandern 
müssen, denn ich bin sicher, dass die Vermögen alle verloren sind! Ich werde 
leider auch nichts mehr von meinem Gelde sehen und bin dieserhalb in 
grosser Sorge, denn bisher bekam ich doch einen monatlichen Betrag für 
Lebenshaltungskosten, und wenn das fortfällt, weiss ich nicht, wie wir unseren Etat 
balancieren werden. Aber vielleicht wird es besser als wir denken,&#8212;ich 
werde den Mut nicht sinken lassen! Ob Erich und Manfred schon fort sein 
mögen?!&#8212;Liese hat keinerlei Nachrichten aus Breslau, und ich fürchte sehr 
für Ludwig und für Alices Mann, der bis zum November bei den I.G.&#8211;Farben
war und sehr viel wusste,&#8212;hoffentlich erhalten wir von den beiden auch
bald beruhigende Berichte!&#8212;Was hört Ihr aus Eisenach? Eckmanns werden 
auch in Sorge um Egon sein,&#8212;schade genug, dass er noch nicht fort war!&#8212;
Für Euren lieben Brief, liebe Speiers, danke ich Euch recht herzlich,&#8212;Ihr 
glaubt nicht,wie sehr uns Eure l.Zeilen erfreuten. Ihr schreibt so 
natürlich und lebendig, dass man meinen könnte, man plauderte miteinander, und 
das ist für den Kontakt, den wir doch unbedingt aufrechterhalten wollen, 
unendlich wichtig. Ich kann leider nicht so ausführlich über alles 
schreiben wie Du, Kätel, aber ich bemühe mich wirklich, möglichst viel von uns zu
berichten und Euch über alles auf dem Laufenden zu erhalten, damit unsere
Verbindung eine recht enge bleibt! Gern hörte ich, dass Ihr alle gesund 
und munter seid, dass Ihr viel Freude an der süssen, kleinen Muschi habt,&#8212;
das Kind hat aber auch einen besonderen Charme und Liebreiz und hat 
sicher im Verwandten&#8211; und Bekanntenkreise eine Menge guter Freunde. Wir 
freuen uns immer so sehr, wenn Ihr von dem Kinde erzählt,&#8212;das müsst Ihr 
unbedingt beibehalten, denn dadurch kann man sich das Kleinchen immer in 
seiner jeweiligen Entwicklungsepoche vorstellen! Unsere Beiden entwickeln
sich erfreulicherweise auch sehr fein,&#8212;der kleine Arjeh hat alles nach-

    <pb facs="soh.sto005.00842.002"/>

geholt, ist ein lebhaftes, munteres Kerlchen geworden,&#8212;er fängt an zu laufen,
kriecht mit grosser Behendigkeit durch alle Räume, reisst möglichst alles vom
Tisch herunter, was er irgend erreichen kann, und macht wie ein kleines Äffchen
alles nach, was er sieht. Susanne fühlt sich durchaus als grosse Schwester, ist 
mächtig verliebt in den kl. Bruder, und ist im übrigen ein recht verständiges
Mädel. Die Schule macht ihr sehr viel Freude und das Lernen scheint ihr 
wirklich keine Schwierigkeiten zu machen,&#8212;sie spricht natürlich fliessend iwrith,
denn das ist die Sprache, in der unterrichtet wird und die alle Kinder 
untereinander sprechen! Von uns ist nicht sehr viel zu erzählen, denn wir erleben
nicht viel, was berichtenswert wäre. Ab und zu kommen wir mal nach Haifa, was
immer eine ganz nette Abwechslung ist, dann sind wir auch meist mal ein 
Stündchen bei Guttmanns, mit denen wir uns sehr gut verstehen. In der nächsten Zeit
werden Cronheims hier eintreffen, wenn alles glatt geht,&#8212;Eva hat kürzlich das
Zertifikat für ihre Eltern bekommen und ist überglücklich, dass sie hoffentlich
bald hier sein werden. Mit Frau Kupferbergs Kommen wird es nun nicht so schnell 
klappen, denn die Anforderungszertifikate werden vorläufig für ganz dringende
Fälle gebraucht,&#8212;man weiss überhaupt nicht, wie man seine Angehörigen noch her.
bekommen wird! Hier im Lande ist es ja auch nicht allzu erfreulich, denn die
Unruhen und der Terror wollen immer noch kein Ende nehmen,&#8212;man weiss, dass die
Araber weitgehends jetzt geht von D. unterstützt werden&#8212;mit Waffen und auch mit Geld&#8212;,
aber jetzt geht das engl. Militär und die engl. Polizei doch ganz anders vor
als in der vorhergehenden Zeit. Ihr fragtet, ob auch hier die jüd. Männer auf
Wache gehen wie in Tel-Aviv,&#8212;selbstverständlich, jeder Jude in allen Städten,
Siedlungen und Dörfern hat die Pflicht nachts Wache zu halten, ganz gleich,
ob sie tagsüber beruflich arbeiten oder nicht. Wir haben schon seit geraumer
Zeit auch viel jüd. Polizei und Hilfspolizei, die militärisch ausgebildet 
werden und sehr pflichttreu und zuverlässig sein sollen! Hoffentlich wird nur
bald eine Lösung der Palästinafrage gefunden, damit das Land und die Menschen
endlich mal wieder zur Ruhe kommen können,&#8212;die lange Dauer des Terrors macht
sich auch in wirtschaftlicher Beziehung doch sehr fühlbar! Dass Ihr durch das
Radio immer so gut über alle Vorkommnisse unterrichtet seid, ist doch sehr
viel wert,&#8212;ich bedaure sehr, dass ich kein Radio mitgenommen habe, denn durch
Radio hat man doch immer Verbindung mit der ganzen Welt und ist gleich 
orientiert über alle wichtigen Begebenheiten. Ich freute mich von Euch zu hören,
dass Ihr mit Eckmanns so gemütliche Tage verlebt habt und Euch mal richtig
ausplaudern konntet,&#8212;es wird ihnen sicher nicht leicht gewesen sein, wieder
nach Deutschland zurückzufahren! Nun müssen ja zum 1.1.39. alle jüd. Geschäfte
in arischen Besitz überführt werden,&#8212;was sollen alle die Leute nur anfangen,
die vorerst in D. bleiben müssen? und wie sollen sie sich ernähren, wenn ihnen 
jede Erwerbsmöglichkeit genommen wird? Immer und immer wieder kommt man zu 
dem gleichen Thema, weil sich alle Gedanken auf dieses masslose Unglück 
konzentrieren, das die ganze jüd. Bevölkerung in D. betroffen hat!&#8212;</p>
    
    <p>Dass mein damaliger Brief doch noch pünktlich zu Ilses Geburtstag 
ankam, war mir lieb zu hören,&#8212;sicher habt Ihr den Tag vergnügt und gemütlich im
Kreise aller Lieben gefeiert! Es ist nett, dass Ihr, liebe Rosenbergs, einige
junge Ehepaare dort habt, mit denen Ihr öfters mal zusammenkommt,&#8212;Ihr werdet
Euch überhaupt sehr gut in der neuen Heimat einleben und werdet Euch bald
vollkommen heimisch fühlen. Was hört Ihr denn von den l. Eltern? Und wie geht 
es Familie Fritz Rosenberg? Hoffentlich habt Ihr von allen recht gute 
Nachrichten!</p>
    
    <p>Und Du, Ev, bist fleissig bei Deinen Studien, die Dir sicher viel Freude
und Befriedigung geben. Macht Dir die Sprache noch irgendwelche 
Schwierigkeiten? Und wie gefällt Dir das erwählte Fach? Hast Du netten Anschluss 
gefunden? Vielleicht höre ich durch Mutti mal Näheres über all das, wenn Du selbst
durch Deine Arbeit so sehr in Anspruch genommen bist, aber mute Dir nicht zu
viel zu, Evelein,und überarbeite Dich nicht,&#8212;alles mit Mass und Ziel tun, auch
die Arbeit, sonst liegst Du eines schönen Tages auf der Nase und kannst nicht 
mehr weiter!</p>
    
    <p>Hattet Ihr eigentlich ausser dem ersten Briefe aus Melbourne nochmals
Nachricht von Falkensteins? Ich warte schon seit langer Zeit täglich auf einen
Brief, aber leider immer vergeblich, und ich kann es mir garnicht erklären, 
wieso wir so garnichts von ihnen hören! Hoffentlich ist nur alles gesund und in 
bester Ordnung,&#8212;man kann ja glücklich sein, dass sie grade noch so zur rechten
Zeit aus Deutschland herausgekommen sind! Habt Ihr inzwischen mal wieder

    <pb facs="soh.sto005.00842.003"/>
    
etwas von Emmie Frank gehört? Wird sie nicht bald mal nach Kans. City und zu
Euch fahren? Na, das wird eine Wiedersehensfreude geben, und Tage und Nächte
werden nicht ausreichen, um über alles Vorgefallene, über Schicksale und 
Ergehen zu berichten? Steht Ihr mit Halberstadt noch in brieflicher 
Verbindung? und was hört Ihr von dort? Ihr müsst unbedingt von alledem erzählen,
denn ich höre doch garnichts Direktes mehr von allen l. Bekannten und 
Verwandten. Wie mage es Goldschmidts gehen?!&#8212; Dass Hete die Absicht hat, nach
Palästina zu gehen, um Günter zur Seite zu stehen, schrieb ich wohl schon in
meinem vorigen Briefe, aber das wird nun wohl auch nicht so schnell werden!
Hört Ihr hin und wieder mal etwas von Max Lehmann? ihm soll es doch schon wie
der recht gut gehen, wirklich ein Glück, dass er es injeder Beziehung so gut
getroffen hat! Ich bin auch schon froh, dass Hans und Edith ihre Stellungen
haben, denn da wir alle doch ohne jeden Rückhalt sind, wäre es eine Katastrophe,
wenn man ganz ohne Einkommen wäre. Hans arbeitet sehr viel, tagsüber 
beruflich, oft gibt er einer Dame auch noch Ivrithunterricht, und dann abends noch
theoretisch,&#8212;es ist reichlich viel, aber er sagt, dass es nicht anders ginge,&#8212;
so lässt sich nichts dazu sagen!&#8212;Wie ist bei Euch eigentlich jetzt die 
Witterung? ist es sehr herbstlich? Hier ist es jetzt wunderschön, nachdem die
ersten Regen gefallen sind,&#8212;am Tage ist es warm und sonnig, aber nachts 
erheblich frisch und kühl, eine sehr angenehme und schöne Jahreszeit, bis dann
die richtigen Winterregen einsetzen. Im Allgemeinen ist das Klina aber 
durchaus erträglich,&#8212;wir haben den langen Sommer Gl. alle recht gut überstanden!
Zufällig hörten wir heute durch Leo Guttmann&#8212;ich schreibe erst heute am
23.11. weiter, weil ich gestern schon zu müde war&#8212;dass sie eine ganz 
verzweifelte Karte von Trude bekommen hätten, die noch immer mit dem Kinde&#8212;und
wahrscheinlich ohne alle Mittel&#8212;in Wien festsitzt und nicht weiss, wie sie
nach England zu Gustl Kommen soll. Leo hat ihr bisher immer etwas Geld von
seinem Guthaben in Deutschland überwiesen, aber er fürchtet, dass die Konten
beschlagnahmt sind und dass Trude nichts mehr bekommen wird. Was soll dann
nur werden? Ich mache mir grosse Sorgen um Trude, die schon ganz mutlos und
verzweifelt ist. Ich dachte schon an den Verwandten von Hen, den Rabbiner in
London, ob er nicht imstande wäre, eine Einreisegenehmigung für die arme Frau
zu erlangen, denn Gustl scheint es doch nicht fertig zu bringen. Vielleicht
sprecht Ihr mal mit Al und Hen, ob sie nicht mal an den Verwandten schreiben
würden,&#8212;es würde bestimmt ein sehr gutes Werk getan, wenn Trude die 
Einreise ermöglicht würde! Sie kann auch nur noch bis Ende des Monats in der
Wohnung bleiben, und dann? ?&#8212; &#8212;So hat man Sorgen über Sorgen und kann doch
leider garnicht helfen!&#8212;Ich hoffe, dass meine Zeilen Euch allesamt gesund
und wohl antreffen,&#8212;Du, lieber Alfred, erscheinst mir Deinem letzten Briefe
nach auch nicht in bester Stimmung,&#8212;lass Dich durch die veränderten 
Verhältnisse nur nicht niederdrücken und erkenne dankbar an, dass Ihr&#8212;Du und auch Ludwig&#8212;
verhaltnismässig günstig herausgegangen seid, dass Ihr&#8212;Du und auch Ludwig&#8212; 
verdient und besonderes, dass Ihr das Glück habt, alle beisammen zu sein. Ich
kann es wohl verstehen, dass es Dir nicht gleichgültig sein kann, dass Du nicht
mehr so wie früher helfen und geben kannst, aber das ist doch kein 
Ausnahmefall,&#8212;wie manche von wirklich sehr reichen Leuten wird kaum noch das 
Nötigste zum Leben übrigbehalten! Sei also frohen Mutes, dass es Euch Gl. gesundheit
lich und doch auch wirtschaftlich befriedigend geht und denke nicht so viel
an die Zukunft,&#8212;die Kinder werden gewiss mal wieder ein besseres und 
leichteres Leben haben als unsere Generation! Und nun lasst recht bald mal wieder
von Euch hören,&#8212;Ihr wisst, dass wir immer mit Sehnsucht auf Eure l. Briefe 
warten. An alle Lieben dort meine besten Grüsse,&#8212;ich hatte eigentlich vor, mal
wieder direkt an Al und Hen zu schreiben, wollte Al unbedingt zu seinem 
Geburtstage gratulieren, aber durch all die Unruhen der letzten Zeit ist doch nichts
aus meinem Vorsatz geworden,&#8212;so bitte ich Euch, ihm meine herzlichsten 
Glückwünsche zu übermitteln! Ich denke oft an Euch alle und an den ganzen dortigen
Verwandtenkreis,&#8212;wie gern hätte ich Euch und alle Lieben einmal wiedergesehen.
Grade jetzt sind es 2 Jahr her, dass ich zum letzten Male bei Euch in 
Halberstadt war,&#8212;da haben wir auf meine Veranlassung noch gemeinsam an Al 
geschrieben und ihm gratuliert. Das war nochmal ein gemütliches Beisammensein vor der
endgültigen Trennung,&#8212;bald darauf seid Ihr, liebe Speiers,und bin auch ich 
abgereist!</p>
    <p>Für heute nun aber genug der Erinnerungen! Ich sende Euch allen noch-<lb/>
mals herzliche Grüsse und Küsse und verbleibe in Liebe </p>
    <closer>Eure <signed>Elsa</signed></closer>

<postscript><p>Von Hans u. Lise <lb/>viele Grüße allerseits. <lb/> Anbei ein paar Zeilen für Al u. Hen, die ich <lb/>weitergeben bitte!&#8212;</p>
</postscript>

</div1>

<div1 xml:lang="en" type="letter" >

<opener><dateline>Kiryat Bialik, letter dated November 22, 1938.</dateline>
<salute>My dears.</salute></opener>

<p>This is already the second letter I am sending to you this November. But I 
can well imagine that in these times of turmoil and worry, you are glad to 
have news from all your loved ones, just like we do. We live in constant tension 
and unrest and are quite discouraged, since either no news comes from Germany at all,  
or we got only telegrams, in which immediate immigration certificates are asked for and even demanded! 
You can imagine what a dreadful mood prevails here, because almost everyone still 
has relatives over there, for whom we all tremble and about whom we are so anxious. These 
cruelties are almost unimaginable,&#8212;if only there were some way to rescue all those 
who are still living in Germany from this hell! Fortunately we received a 
telegram from Gerhardt today, saying that he will arrive here next week. We do not 
know <hi rend="underline">how</hi> he managed to obtain his papers for emigration, but he had, after all, 
already planned to come as a “tourist” in November, and so he surely had everything 
prepared. The main thing is that&#8212;presumably today&#8212;he gets safely across the 
German border! Everything else will have to be dealt with once he is here,&#8212;hopefully 
he will be able to become a legal resident and to stay in the country without any difficulties! Only 
then will it be possible to speak about professional opportunities. It is to be assumed 
that he will be able to work in the trade he learned, and that is always a great advantage!
I so hope and wish that Edith and Gerhardt will get along well and that they will be able 
to build a happy future together. It is almost like fate that the two of them have now come together, after such a 
long time, and with God's help, everything will surely turn out well!
Unfortunately we have not heard anything at all from Alfred Karger, and I am truly worried 
about him&#8212;I hope he was at least not arrested. That Lilly Karger happens to be in 
the U.S.A. to scout things out is perhaps a fortunate coincidence. Because we have read 
that tourists currently staying there may be allowed to remain in the States,&#8212;this means she might 
be able to obtain the residency permit for Kurt and the children! But it is dreadful 
that people must all emigrate without even the slightest means, for I am sure all their 
assets are lost! I will, sadly, also see nothing more of my money, and this troubles 
me greatly, for until now I received a monthly amount for living expenses, and if that 
ceases, I do not know how we will be able to balance our budget. But perhaps things will 
turn out better than we think&#8212;I shall not lose heart! I wonder whether Erich and Manfred 
might already have left?!&#8212;Liese has had no news from Breslau, and I am very fearful for 
Ludwig and for Alice’s husband, who was at the I.G. Farben company until November and knew a great 
deal,&#8212;hopefully we will soon receive reassuring reports from the two of them as well!&#8212;
What news do you have from Eisenach? The Eckmanns will also be anxious about Egon&#8212;quite 
unfortunate that he had not left yet! For your dear letter, dear Speiers, I thank you 
most warmly&#8212;you cannot imagine how much joy your last lines brought us. You write so 
naturally and vividly that one might think we were just chatting in person, and that is incredibly 
important for maintaining the contact that we absolutely want to keep alive. I cannot write 
as extensively about everything as you can, Kätel, but I truly try to report as much as 
possible about us and keep you informed of everything, so that our connection remains a quite 
close one! I was glad to hear that you are all healthy and well, and that you enjoy the sweet 
little Muschi so much&#8212;she truly has a special charm and loveliness and surely has many good 
friends among your relatives and acquaintances. We are always so delighted when you write 
about the child&#8212;you must continue doing so, for it allows us to picture the little one at 
each stage of her development! Our two are, fortunately, developing very nicely as well,
&#8212;little Arjeh has caught up 

<pb/>
    
on everything and is turning out to be a lively, cheerful little fellow,&#8212;he is beginning to walk,
crawls with great agility through all the rooms, pulls everything off the table he can 
possibly reach, and imitates everything he sees like a little monkey. Susanne feels very 
much like a big sister, is greatly in love with the little brother, and is otherwise a 
very sensible girl. School gives her a great deal of joy and learning seems to cause her 
no difficulties at all,- she naturally speaks Hebrew fluently, because that is the language 
in which lessons are given and in which all the children speak with one another! There is 
not very much to tell about us, for we do not experience much that would be worth reporting. 
Now and then we go to Haifa, which is always quite a pleasant change of pace, and then we usually 
spend an hour with the Guttmanns, with whom we get along very well. In the near future
the Cronheims will arrive here, if everything goes smoothly,- Eva has recently received 
the certificate for her parents and is overjoyed that they will hopefully soon be here. 
As for Frau Kupferberg’s coming, that will not work out so quickly now, for the immigration 
certificates are used only for the most urgent cases at present,&#8212;none of us know anymore how we will 
get our relatives here! In this country, things are not too pleasant either, 
because the unrest and the terror still show no signs of ending,&#8212;it is known that the
Arabs are now to a great extent being supported from Germany&#8212;with weapons and with money&#8212;,
but now the English military and the English police are acting quite differently from the way they did 
earlier. You asked whether here too, the Jewish men stand guard as they do in Tel Aviv,&#8212;of 
course, every Jew in every town, settlement, and village has the duty to stand guard 
at night, regardless of whether they work during the day or not. We have also for quite some 
time now had much more Jewish police and auxiliary police, who are being trained in a military 
manner and are said to be very dutiful and reliable! Hopefully a solution to the Palestine 
question will soon be found, so that the land and the people may finally come to rest 
again,&#8212;the long duration of the terror is also felt very strongly in economic matters! 
That you are always so well informed by the radio of all occurrences is truly very 
valuable,&#8212;I very much regret that I did not take a radio with me, because through a radio,
one always has a connection with the entire world and is immediately informed about all 
important events. I was pleased to hear from you that you spent such pleasant days with 
the Eckmanns and had a chance to talk everything out,&#8212;it surely cannot have been easy for 
them to return to Germany again! By January 1, 1939 all Jewish businesses must be transferred 
into Aryan ownership,&#8212;what are all the people going to do who are forced to remain in 
Germany for the time being? And how are they to support themselves, when every means of earning a livelihood is 
taken from them? Again and again one comes back to the same subject, because all thoughts 
are concentrated on this immeasurable misfortune that has befallen the entire Jewish population 
in Germany!&#8212;
</p>
<p>I was so pleased to hear that my earlier letter still arrived punctually for Ilse’s birthday,
&#8212;surely you celebrated the day cheerfully and comfortably amidst
all your loved ones! It is nice that you, dear Rosenbergs, have a few young married couples there 
with whom you can often meet,&#8212;you will in any case settle very well into your new home and will soon
feel completely at home. What news do you have from your dear parents? And how is the Fritz Rosenberg 
family doing? Hopefully you have good news from all of them!
</p>
    
    <p>And you, Eva, are diligent with your studies, which surely give you much pleasure and satisfaction. 
Does the language still cause you any difficulties? And how do you like your chosen subject? Have you 
found some nice friends? Perhaps I will hear more from your mom about all this, if you yourself are so 
very occupied with your work, but do not take on too much, dear little Evie, and do not overwork yourself,
&#8212;do everything with measure and purpose, even the work, otherwise one fine day you will collapse and be 
unable to go on!
    </p>
    
    <p>Did you actually receive any further news from the Falkensteins, besides the first letter from Melbourne? 
I have been waiting every day for quite some time for a letter, but always in vain, and I cannot at all 
explain why we hear absolutely nothing from them! Hopefully everybody is at least healthy and everything is okay,
&#8212;we are just lucky that they left Germany just in time! Meanwhile, have you

<pb/>
        
heard anything from Emmie Frank? Wasn't she planning travel to Kansas City and to you soon?
Well, that will be a joyful reunion, and the days and nights together will not be sufficient to talk 
about everything that has happened, about fates and experiences. Are you still in correspondence 
with Halberstadt? And what do you hear from there? You really must tell me everything, 
for I no longer hear anything directly from all our old friends and relatives. How might 
the Goldschmidts be doing?&#8212;I believe I already wrote in my last letter, that Hete 
intends to go to Palestine to support Günter, but that will probably not happen so quickly now either!
Do you hear anything from Max Lehmann now and then? He is said to be doing quite well again; it is truly 
a blessing that he has been so fortunate in every respect! I am also glad that Hans and Edith have 
their jobs, because since we all have no financial security, it would be a disaster if we had no income 
at all. Hans works very hard, during the day in his profession, often he also gives a lady Hebrew lessons,
and then in the evenings he does the theoretical work&#8212;it's a lot, but he says there's no other way&#8212;so there's nothing 
more to say about it! How is the weather with you now, actually? Do you have fall weather now? It is
beautiful here now, after the first rains have fallen,&#8212;during the day it is warm and sunny, but at night 
considerably fresh and cool, a very pleasant and lovely season, until the real winter rains set in. 
In general the climate is quite bearable,&#8212;we have all gotten through the long summer fairly well!
By chance we heard today through Leo Guttmann&#8212;I am writing more today on the 23rd of November, 
because yesterday I was already too tired&#8212;that they had received a completely desperate postcard 
from Trude, who is still stuck in Vienna with the child&#8212;and likely without any funds&#8212;and does not 
know how she is able to get to England, to Gustl. Leo has always sent her money from his assets
in Germany, but he fears that the accounts have been seized and that Trude will receive nothing more. 
What is to become of her then? I am very worried about Trude, who is already utterly discouraged and 
in despair. I already thought of Hen’s relative, the rabbi in London, whether he might be able to
obtain an entry permit for the poor woman, for Gustl does not seem to be able to arrange for it. Perhaps you could 
speak with Al and Hen, whether they might write to that relative&#8212;this would certainly be a very good 
deed if Trude were able to enter England! She can only stay in the apartment until the end of the month, 
and then?&#8212;Thus one has worry after worry and, sadly, cannot help at all!&#8212;I hope that my letter finds 
all of you in good health and well overall. You, dear Alfred, did not seem to be in the best spirits according 
to your last letter,&#8212;do not let the altered circumstances weigh you down and acknowledge with gratitude 
that you still came away comparatively well, that you&#8212;you and also Ludwig&#8212;are employed, and especially 
that you are fortunate enough to all be together. I can well understand that it cannot be easy for 
you that you can no longer help and give as before, but you are no exception,&#8212;how many people who were truly wealthy
now hardly have the bare necessities left to live on! So be of good courage that things are, thank God, going well
for you in terms of health and are economically satisfactory as well, and do not think too much of the 
future,&#8212;the children will surely one day have a better and easier life than our generation! Well, let us 
hear from you again soon,&#8212;you know that we always longingly await your letters. My best greetings to all 
the dear ones there,&#8212;I had actually intended to write once again directly to Al and Hen, wanted very much 
to congratulate Al on his birthday, but through all the unrest of recent times nothing came of my 
intention,&#8212;so I ask you to convey my heartfelt congratulations to him! I often think of you all and of the 
whole circle of relatives there,&#8212;how gladly I would have seen you and all the dear ones once again.
Just now it has been two years since I was last with you in Halberstadt,&#8212;at that time, at my suggestion, 
we wrote to Al together and congratulated him. That was once more a cozy gathering before the final 
separation,&#8212;soon after that, you, dear Speiers, left, as did I.
Enough of these memories for now! I sennd all of you <lb/>
again my heartfelt greetings and kisses, and remain with love</p>
                               <closer>Your <signed>Elsa<ref target="soh.sto005.00842.n01"/></signed></closer>
    
    <postscript><p>Many regards to all from Hans and Lise. <lb/> I have enclosed a few lines for Al and Hen, and would ask that <lb/>you pass them on!&#8212;</p>
    </postscript>

</div1>
    
</body>

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    <note xml:id="soh.sto005.00842.n01">Elsa Speier Karger (1879&#8212;1943) was Alfred Speier's older sister. She lost her husband Louis Karger (1868&#8212;1935) before emigrating to Kiryat Bialik in the Palestine Mandate in 1936 or 1937, along with her children Hans (1904&#8212;1995) and Edith (1905&#8212;1985). They are both mentioned here, as are Hans' wife Liese, née Guttmann, and their children Arieh (here Arjeh) and Shoshana (here Susanne), and Liese's relatives. Elsa also mentions her and Alfred's younger sister Rosa Falkenstein and family, who had just emigrated to Melbourne, Australia. Many other family members, in-laws, and friends who also write to the Speiers are mentioned as well, including Al and Hen (Albert Speier and Henrietta Gold Speier) in Lincoln, Nebraska, and others in the Speier's former hometown of Halberstadt, and in Eisenach, where Käte Speier's sister's Renate (Reni) Eckmann lived with her family.</note>
        
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</TEI>
