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<title xml:lang="en">Letter from Abraham Fackenheim and Gerda Oppenheimer to Alfred and Käte Speier, March 25, 1944</title>
<principal xml:id="bd">Dotan, Lisabeth</principal>
<principal>Kohen, Ari</principal>
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<name xml:id="lkw">Weakly, Laura K.</name>
<name xml:id="jth">Thurnwalder, Jan</name>
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<date>2026</date>
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<authority>Nebraska Stories of Humanity</authority>
<publisher>University of Nebraska-Lincoln</publisher>
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<name>Center for Digital Research in the Humanities</name>
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<addrLine>319 Love Library</addrLine>
<addrLine>University of Nebraska–Lincoln</addrLine>
<addrLine>Lincoln, NE 68588-4100</addrLine>
<addrLine>cdrh@unl.edu</addrLine>
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<licence>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/</licence>
<p>Licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Unported License. Derivatives must be credited to Nebraska Stories of Humanity, made available non-commercially, and distributed under the same terms. Requests for permission for commercial publication or other use should be emailed to the project team.</p>
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<title level="m">Letter from Abraham Fackenheim and Gerda Oppenheimer to Alfred and Käte Speier, March 25, 1944</title>
<date when="1944-09-21">March 25, 1944</date>
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<repository>Archives &amp; Special Collections, University of Nebraska-Lincoln Libraries</repository>
<collection>Rosenburg Family Papers, MS 0638</collection>
<idno></idno>
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<language ident="en">English</language>
<language ident="de">German</language>
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<term>Stories</term>
</keywords>
<keywords scheme="original" n="subtype">
<term>Hanna Rosenberg Gradwohl</term>
</keywords>     
<keywords scheme="viaf" n="people">
    <term>Openheimer, Arthur</term>
    <term>Eckmann, Egon</term>
    <term>Eckmann, Reni Blüth</term>
    <term>Oppenheimer, Michael (Micha)</term>
    <term>Oppenheimer, Uriel (Uri)</term>
    <term>Oppenheimer, Ben</term>
    <term>Oppenheimer, Gerda</term>
    <!-- <term>??Schwagerin von Ilse/sister in law of Ilse</term>-->
    <term>Rosenberg, Ilse Speier</term>
<term>Bloch</term>
    <term>Karger</term> 
    <term>Nossbaum</term><!-- Dr. -->
    <term>Gradwohl, Hanna Rosenberg</term>
    <term>Speier, Eva</term>
    <term>Kwuzah</term>
    <term>Blcoh, Edith</term>
    <!-- <term>?Leiter der Ahawa/leader of Ahawa</term>-->
    <term>?father of Gerda</term>


</keywords>
<keywords scheme="geonames" n="places">
    <term>Ein-Charod, Palestine</term>
    <term>Mount Gilboa, Palestine</term>
    <term>Gewa Kibbutz, Palestine</term>
    <term>Haifa, Palestine</term>  
    <term>Tel Aviv, Palestine</term>
    <term>Jerusalem, Palestine</term>
    <term>Gotha, Germany</term>
    <term>Kiriath-Bialik, Palestine</term>
    <term>Pardess Chanah, Palestine</term>
    <term>Tel Yosef Kibbutz, Palestine</term>
<term>Poland</term>


</keywords>
<keywords scheme="original" n="subjects">
<term/>
</keywords>
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<correspAction type="sentBy">
<persName>Fackenheim, Abraham</persName>
<persName>Oppenheimer, Gerda</persName>
<placeName>Ein Harod, Palestine</placeName>
<date type="dateline" when="1944-03-25"/>
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<persName>Speier, Alfred</persName>
<persName>Speier, Käte</persName>
<placeName>Lincoln, Nebraska</placeName>

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<pb facs="soh.sto005.00991.001"/>
<div2>
<opener>                    <dateline>E i n-H a r o d,d.25.III 44</dateline> 
<address>                    
<addrLine>A. Fackenheim</addrLine>
<addrLine>E i n - H a r o d</addrLine>
    <addrLine>Palestine</addrLine></address>

<salute>Meine Lieben!</salute></opener>

<p>Wir schrieben Euch zuletzt ich glaube im Februar u.hoffen, dass dieser Brief
unterdessen bei Euch angekommen ist, so dass wir hoffen können, auch von Euch
bald eine Nachricht zu erhalten. Besonders interessiert es uns natürlich, zu
erfahren, ob Ihr Alle wieder vollständig gesund seid. Vor einigen Tagen erhielten 
wir von Egon wieder einen Airgraph-Brief; das ist eine schöne Einrichtung
Egons Brief war nur 6 Tage unterwegs, man kann nur eine Seite schreiben, wovon
eine photograph. Verkleinerung, - etwa ein Viertel der Originalgrösse-so dass
ich ihn nur mit der Lupe lesen kann, von der Post angefertigt wird, die der
Empfänger erhält. Es ist schade, dass USA diese Airgraph letters noch nicht zulässt; 
obwohl das Porto zum regelmässigen Briefverkehr zu teuer ist würde man
sie doch ab u.zu anwenden, weil sie schnell u. sicher ankommen. Egon schrieb u.
a, dass er seine Verlobung wieder gelöst habe, was ich für sehr richtig halte,
denn zum Heiraten wird er wohl vorläufig noch nicht kommen können, dazu ist
seine Stellung doch nicht sicher genug, obzwar er wohl augenblicklich gut verdient.
Er schreibt englisch u. meine Sprachkenntnisse gehen nicht soweit, dass
ich den Wortlaut voll erfassen kann, das wenige, was ich konnte, habe ich mit den
Jahren mangels Uebung vergessen u.wieder zu lernen, dazu fehlt mir jetzt das
Gedächtniss u. die Ausdauer. Von seiner Mutter, der l.Reni, schrieb er, dass sie
nach <del rend="overstrike">Polen</del> <unclear></unclear> verschleppt sei, nach Allem, was man darüber hörtmuss man auf das
Schlimmste gefasst sein; vor Kriegsende wird man nichts Gewisses erfahren.
Es ist schwer, der Stimmung nicht zu folgen, der man angesichts der fürchterlichen
Verbrechen der Nazi-Ungeheuer unterworfen ist u. ich will deshalb von Erfreulicherem 
schreiben. Wir haben jetzt, d.h.seit Anfang dieses Monats Frühling:
eine kurze Zeit, in der herrliches Wetter ist, noch nicht zu warmAlles
grünt u. blüht, Orangen u.Grapfruits sind reif u.fangen zu gleicher Zeit mit de
der neuen Blüte an, bald folgen Apfel, Birnen etc. Aber das dauert nicht lange,
in 3-4 Wochenwird es schon warm u.die üppige Vegetation trocknet wieder ein,
bis auf die Felder u.Pflanzungen die bewässert werden.Es ist die Zeit der
Schulausflüge u.Spaziergänge, Uri ist mit seiner Schulklasse zu einem 3 tägigen 
u.Micha geht nächste Woche zu einem 8 tägigen Ausflug; ich mache meine
Spaziergänge am Schabbat, steige aber nicht mehr auf den Gilboa sondern begnüge 
mich mit ein- bis 2 stündigen Spaziergängen. Neulich hat mich Benjamin begleitet, 
wir sind bis Gewa, einer Siedlung, die etwa 20 Minuten von hier entfernt
ist, gekommen u.dort sagte er, “wir müssen nachhause, ich muss in den Gan”(Kin¬
derhaus); wir waren 1Stunde unterwegs u. den ganzen Weg hat er gesungen u. Blumen 
gesucht. Dabei fällt mir ein, Fotos können wir Euch noch nicht senden, aber
damit Ihr Euch einen Begriff von den Kindern machen könnt habe ich ihre Grösse 
gemessen: Micha ist 167 ctm, Uri 138 u. Beni 108 ctm.gross. Alle drei sind also
für ihre Jahre grosse, schlanke Jungen. Benjamins Geburtstag ist schon am
vergangenen Schabat im Gan gefeiert worden, daran nehmen immer alle Kinder der
Abteilung ( es gibt einen "roten"u.einen "blauen"Gan )teil, die Geburtstagskinder
haben Kränze auf,, es wird gesungen u.abwechselnd deklamiert, Reigen getanzt
u. schliesslich wird das Geburtstagskind mit seinem Stuhl, auf dem er
sitzt, soviel mal von seinen Eltern hoch gehoben, als es Jahre alt ist, dann wir
gut gegessen, Torte,Kuchen,Konfekt etc. ausser der üblichen Mahlzeit,die das
Abendessen ist u. man geht aus Zimmer, wo in der Familie gefiert wird, die Nachbaren
u. Bekannten gratulieren. Ich hatte ihm dieses Jahr einen Schiebkarren
gebaut, mit dem er sich sehr freut,was er sonst noch bekommen hat, kann Gerda,
die noch schreiben wird,erzählen. Benjamin hatte übrigens in diesem Winter,
</p>
<note>
Inzwischen war ich zu <unclear></unclear> und habe die <unclear></unclear>
Schwagerin von Ilse kennen gelernt. Der Junge
wird in den <unclear></unclear> <unclear></unclear> Ferien bei uns sein.
</note>

<pb facs="soh.sto005.00991.002"/>

<note>            16/10 44</note>
<p>Dieser Brief ist heute als
unbestellbar wegen falscher
Adresse zurück gekommen. -Ich
hatte adressiert: A. S. 1254!
B-Street, Lincoln Nebr.
        Herzlichst
        AF.</p>

<pb facs="soh.sto005.00991.003"/>

<p>als er erkältet war, dreimal richtige Asthmanafälle, der Arzt sagt u. wir hoffen
es sehr, dass sie sich nicht wiederholen, hierzulande soll das oft vorkommen
u.besonders in diesem Winter sind mehrere Fälle in Behandlung gewesen.
Ich musste einige Tage mit schreiben aussetzen, weil die Maschine von Anderen
dringend gebraucht wurde, unterdessen ist Pesach u. Ostern vorbei gegangen,
ersteres wurde in der hier üblichen Weise gefeiert, die ich Euch wohl schon
ausführlich beschrieben habe. Am Seeder-Abend waren wohl mehr als 1000 Personen,
eine Menge Gäste, aus Haifa, Tel-aviv, Jerusalem etc.,es gab sehr gut und
reichlich zu essen, Wein usw; man blieb bis 3 Uhr Nachts zusammen, unser gemischter
Chor sang Chorwerke von Bach, Händel u.a.die ins Hebräische übersetzt
sind, einige Chaverim spielten Geige, Flöte, Klavier-wir haben einen Steckflügel
aus Gotha,.Ich war schon gegen 12 Uhr nachhause gegangen u.hörte trotz
der grossen Entfernung die Singerei u.den ganzen Lärm vom Bett aus u. da einige
in meiner Nähe wohnenden Gruppen in ihrer Wohnung noch weiter feierten, so
war für mich in der Nacht nicht viel zum Schlaf übrig u.es war gut, dass man
sich gegen Morgen ausschlafen konnte.Wir hatten gerade in den Tagen viel Arbeit,
weil unsere Bienen wie jedes Jahr in die Orangen Gegenden verladen wurden.
Gestern ist dort zum ersten Mal (in dieser Saison) Honig geschleudert
worden u. ich bin sehr neugierig, wie das Resultat ist, denn wir gehen in diesem
Jahr mit grossen Erwartungen in die Ernte, aber das Wetter ist nicht günstig;
es hätte einmal kräftig regnen müssen u. dann musste es warm werden, stattdessen
hatten wir wohl einige Chamsimtage aber nur einige Male wenig Regen
u.andauernd kühles Wetter. Die Folge davon ist, dass die Blüten keinen oder
nur wenig Nektar haben. Man muss warten, wie die ganze Ernte ausfällt.
Hoffentlich trifft Euch dieser Brief, an den Gerda noch anschreiben wird,
wie ich schon Eingangs erwähnte bei guter Gesundheit u. wir hören bald wieder
von Euch.. In dieser Erwartung bleibe ich mit herzlichsten Grüssen an</p>
                                <closer><salute>Alle Euer</salute>
                                        <signed><unclear></unclear></signed></closer>

</div2>

<div2>
<p>Meine Lieben! Wir haben sehr lange nichts von Euch
gehört, obwohl wir von Zeit zu Zeit versuchen mit Euch
in Verbindung zu kommen. Wir waren vor einiger Zeit
in Kiriath-Bialik bei <unclear>Bloch-Karger</unclear>. Wir blieben
dort einen halben Tag und die Nacht. Darüber wird
Gerda schreiben. Den Kindern geht's gut.
Hoffentlich hören wird bald mal von Euch.</p>
                <closer><signed><unclear>Horst</unclear> <unclear></unclear>.</signed></closer>

</div2>

<div2>

<opener><salute>My dear ones.</salute></opener>
<p>I was much pleased with your letter, and I want to
answer you! Now is summer here. The days are very hot, and there
blows the "Chamsin" (hot dry wind from the desert). We are very
busy now. We learn six hours in school. Then in the afternoon
we have to do manual labour for two hours in the garden on the
field and so on. And after that we have to do our lessons. I am
ending this letter now. Answer me and tell me more about your life
I shall answer you too.</p>
    <closer><salute>Much love to all of you and best wishes</salute>
                    <signed>Yours Micha O.</signed></closer>

</div2>
<pb facs="soh.sto005.00991.004"/>
<div2>
<opener><salute>Meine Lieben!</salute></opener>

<p>Es ist eine eigenartige Sache geworden mit dem Briefschreiben: Monate
vergehen ehe man voneimander hört,-dann vergisst man, was man im letzten
Brief geschrieben hat u.weiss nie, ob er ankommt oder nicht.
Ich bin augenblicklich Strohwitwe:Schlot ist seit ein paar Tagen zu einem
8tägigen Zahnärzte-Kurs nach Jerusalem gefahren, danach wird er noch
ein paar Tage in Tel-aviv sein, auch Dr.Nossbaums in Pardess Chanah besuchen
u.so ca 14 Tage unterwegs sein. -- Wie geht es Euch Lieben alle, besonders
gesundheitlich? Klein Hannele ist nun auch schon ein grosses Mädel !
Ist Eva mit ihrem Beruf zufrieden ? Die Kinder wachsen so schnell
ran, daran merkt man, dass man älter wird ! Ich feiere auch schon meinen
40ten Geburtstag !d.h.feiern werden wir erst, wenn Schlot zurück kommt.
Vater schrieb Euch ja die Grössenmasse der Kinder; siescheinen uns alle
über den Kopf zu wachsen; Micha ist 1/2 Kopf grösser als wir u. auch Uri u.
Beni sind gross für ihr Alter. Micha ist schon tüchtig beschäftigt.Unsere
Schule ist eine sogen.Aufbauschule,d.h.Aufbau des Landes; 9 Jahre lernen
sie voll,d.h.täglich 6 Stunden.Das 10.u.llte Jahr,in denen sie auch landwirtschaftliche 
Fächer erlernen, ist ein halbes Schuljahr; im Sommer,z.Zt
der Ernte u.des grössten Bedarfs an Arbeitskräften arbeiten die Schulkinder
u. im Winter holen sie das halbe Jahr nach. Micha arbeitet auch jetzt
nach den 6 Schulstunden täglich 2 1/2 Stunden u. da er auch eine Menge Schularbeiten 
hat u.diese so gründlich u.gewissenhaftmacht,so ist er meistens
bis Abends 10 Uhr beschäftigt.-- Während ich schreibe wird im Chadre-Ochel, 
das unserm Zimmer gegenüber liegt,gesungen u.getanzt: ein Junge
aus Ein-Charod hat ein Mädel aus Tel-Joseph (der Nachbar-Kwuzah) geheiratet;
erst war die Feier in der Familie u.dann ist die ganze Jugend zum
Tanzen ins Chadre-Ochel gezogen! -- Ich kann mich nicht erinnern (Altersschwäche!), 
ob ich Euch in meinem letzten Brief von unserm Besuch bei Eurer
Nichte Edith erzählt habe.Ich war nach dem Ableben Eurer 1.Schwester
noch nicht dort gewesen u.hatte mir schon lange vorgenommen, sie zu besuchen.
Wir kamen Nachmittags an u.schliefen sogar Nachts dort; so lernten wir
auch Ediths Mann kennen, der uns sehr gut gefiel. Ein ausserordentlich gebildeter,
feiner u. höflicher Mensch; für unsern Geschmack ist er vieleicht
ein bissel zu sehr der Typ des deutschen Oberlehrers. Aber sie sind sehr
glücklich miteinander u.er ist ausserordentlich fleissig, jede freie Stund
gibt er Unterricht. Diese Woche sprach ich hier die Frau des augenblicklichen
Leiters der Ahawa, die ihn sehr schätzen. Uebrigens erzählte sie mir
dass Edith schwanger sei u.da sie schon einmal eine Kippe hatte, die ganze
Zeit liegen müsse. Inzwischen ist das Kind schon da.
Bei uns ist Alles beim Alten; da wir sehr beschäftigt sind -Schlot mit der
Praxis u.ich im Kuhstall -vergeht die Zeit im Fluge! Der Krieg ist schon
im 5. Jahr u.man weiss noch nicht, wann er zu Ende geht. Wenn man täglich
liesst, welches Los die zurückgebliebenen Juden haben, muss man froh sein,
dass man mit seiner Familie zusammen leben kann. So oft denke ich an Tante
Reni u.an Alle, die noch dort sind!
Lasst bald mal von Euch hören! Wir freuen uns so mit jedem Brief.
Tante Käte! Erinnerst Du Dich an Dein braunes Kleid, Seidenkrepp, innen
glänzend, aussen stumpf, mit rosa verarbeitet? Da<del rend="overstrike">s</del> habe ich mir jetzt ein
sehr nettes Kleid draus arbeiten lassen! So guten Stoff bekommt man doch
hier nicht; da lohnt sich so etwas mehr als ein neues Kleid .--</p>
<closer>                                        <salute>Also! Alles Gute! Herzlichst</salute>

                                <signed>Eure Gerda!</signed></closer>
<postscript><p><unclear></unclear>, das Dein Geburtstag, lb. Tante Käte,
<unclear></unclear> Herzlichste Glückwünsche</p></postscript>

</div2>
</div1>


<div1 type="envelope">

<pb facs="soh.sto005.00991.005"/>

<note>German letter</note>

<ab>   <address><addrLine>Mr:</addrLine>
        <addrLine>Alfred Speier</addrLine>

            <addrLine>1545 B Street</addrLine>
<addrLine><unclear>U.S.</unclear>A.        Lincoln/Nebraska</addrLine></address></ab>

<ab>    <address><addrLine>Dr. Openheimer</addrLine>
    <addrLine>Ein Harod</addrLine>
    <addrLine>Palestine</addrLine></address></ab></div1>


<div1 xml:lang="en" type="letter" >

<div2>

<opener>
<dateline>Ein-Harod, March 25, 1944 </dateline>
                 
<address><addrLine>A. Fackenheim</addrLine>
<addrLine>Ein-Harod</addrLine>
    <addrLine>Palestine</addrLine></address>

<salute>My dear ones!</salute></opener>

<p>We last wrote to you, I believe, in February, and hope that this letter
has reached you in the meantime, so that we can look forward to
hearing from you soon as well. We are, of course, particularly interested in
finding out whether you are all fully recovered. A few days ago, 
we received another airgraph letter from Egon; it’s a wonderful service.
Egon’s letter was in transit for only 6 days; you can only write one page, which
includes a photographic reduction—about a quarter of the original size—so that
I can only read it with a magnifying glass, produced by the post office, which the
recipient receives. It’s a shame that the U.S. doesn’t allow these Airgraph letters yet; 
even though the postage for regular mail is too expensive, one would
still use them now and then because they arrive quickly and reliably. Egon wrote and
that he has broken off his engagement, which I think is quite right,
since he probably won’t be able to get married for the time being; his
position isn’t secure enough for that, even though he’s currently earning a good living.
He writes in English, and my language skills aren’t good enough for
me to fully grasp the wording; the little I knew, I’ve forgotten over the
years due to lack of practice, and to learn it again, I now lack the
memory and the stamina.  He wrote about his mother, L. Reni, that she
had been deported to <del rend="overstrike">Poland</del> <unclear></unclear>; judging by everything one hears about it, one must be prepared for the
worst; we won’t know anything for certain until the war ends.
It is hard not to be swept up in the mood one is subjected to in the face of the terrible
crimes of the Nazi monsters, and I therefore want to write about something more cheerful.
We now have spring, that is, since the beginning of this month:
a short period of glorious weather, not yet too warm—everything
is green and in bloom, oranges and grapefruits are ripe and at the same time the
new blossoms are beginning; apples, pears, etc., will soon follow. But this won’t last long;
in 3–4 weeks it will already be warm and the lush vegetation will wither again,
except for the fields and plantations that are irrigated. It’s the season for
school trips and walks; Uri is on a 3-day trip with his class, 
and Micha is going on an 8-day trip next week; I take my
walks on Shabbat, but I no longer climb Mount Gilboa—instead, I’m content 
with one- to two-hour walks. The other day Benjamin accompanied me; 
we walked as far as Gewa, a settlement about 20 minutes from here,
and there he said, “We have to go home; I have to go to the gan” (kindergarten);
we were out for an hour, and the whole way he sang and looked for flowers.
That reminds me—we can’t send you any photos yet, but
so you can get an idea of the children’s size, I measured them:
Micha is 167 cm, Uri is 138 cm, and Beni is 108 cm tall. So all three are
tall, slender boys for their age. Benjamin’s birthday was already celebrated
last Shabbat at the Gan; all the children in the
class (there is a “red” and a “blue” Gan) take part, the birthday children
wear wreaths, there is singing and recitations, circle dancing,
and finally the birthday child is lifted up by his parents, along with the chair on which he
is sitting, as many times as his age; then we
have a good meal—cake, pastries, sweets, etc.—in addition to the usual meal, which is
dinner, and we go out of the room where the family is celebrating to congratulate the neighbors
and acquaintances. I built him a wheelbarrow this year,
which he’s very happy with; Gerda,
who will be writing later, can tell you what else he got. By the way, Benjamin had this winter,
</p>
<note>
In the meantime, I went to <unclear></unclear> and met Ilse's <unclear></unclear>
sister-in-law. The boy
will be staying with us during the <unclear></unclear> <unclear>summer</unclear> vacation.
</note>



<ab>            10/16/44</ab>
<p>This letter was returned today as
undeliverable due to an incorrect
address. - I
had addressed it to: A. S. 1254!
B Street, Lincoln, Neb.
        Sincerely,
        AF.</p>



<p>When he had a cold, he had three full-blown asthma attacks; the doctor says—and we really hope
they don’t happen again—that this is apparently quite common around here,
and especially this winter, several cases have been treated.
I had to stop writing for a few days because the typewriter was urgently needed by others;
in the meantime, Passover and Easter have come and gone;
the former was celebrated in the customary manner here, which I have probably already
described to you in detail. There were probably more than 1,000 people at the Seeder evening,
a large number of guests from Haifa, Tel Aviv, Jerusalem, etc.; there was plenty of
delicious food, wine, and so on; we stayed together until 3 a.m., and our mixed
choir sang choral works by Bach, Handel, and others that have been translated into Hebrew,
some chaverim played the violin, flute, and piano—we have a grand piano
from Gotha. I had already gone home around midnight and, despite
the great distance, could hear the singing and all the noise from my bed, and since some
groups living near me were still partying in their apartments,
I didn’t get much sleep that night, and it was good that we
could sleep in toward morning. We had a lot of work to do in those days,
because, as every year, our bees were being loaded up and sent to the orange-growing regions.
Yesterday, honey was extracted there for the first time (this season),
and I’m very curious to see the results, because we’re going into this
year’s harvest with high expectations, but the weather isn’t cooperating;
it should have rained heavily at least once and then turned warm, but instead
we’ve had a few sunny days but only a little rain a few times
and consistently cool weather. The result is that the flowers have no or
very little nectar. We’ll have to wait and see how the entire harvest turns out.
Hopefully this letter will find you, to which Gerda will add a few lines,
as I mentioned at the beginning, in good health, and we will hear from you again soon.
In this hope, I remain with warmest regards to Everyone,</p>
                               <closer><salute>yours</salute>
                                        <signed><unclear></unclear></signed></closer>
</div2>

<div2>
<p>Dear ones! We haven’t heard from you in a very long time,
even though we try from time to time to get in touch
with you. A while back, we were
in Kiriath-Bialik at <unclear>Bloch-Karger</unclear>. We stayed
there for half a day and the night. Gerda will
write about that. The children are doing well.
Hopefully we’ll hear from you soon.</p>
                <closer><signed><unclear>Horst</unclear> <unclear></unclear>.</signed></closer>

</div2>

<div2>

<opener><salute>My dear ones.</salute></opener>
<p>I was much pleased with your letter, and I want to
answer you! Now is summer here. The days are very hot, and there
blows the "Chamsin" (hot dry wind from the desert). We are very
busy now. We learn six hours in school. Then in the afternoon
we have to do manual labour for two hours in the garden on the
field and so on. And after that we have to do our lessons. I am
ending this letter now. Answer me and tell me more about your life
I shall answer you too.</p>
    <closer><salute>Much love to all of you and best wishes</salute>
                    <signed>Yours Micha O.</signed></closer>

</div2>

<div2>
<opener><salute>My dear ones!</salute></opener>

<p>Writing letters has become a strange business: months
go by before we hear from each other—then we forget what we wrote in the last
letter and never know whether it arrives or not.
I’m currently a “straw widow”: Schlot left a few days ago for an
8-day dental course in Jerusalem; after that, he’ll be
in Tel Aviv for a few more days, visit Dr. Nossbaum in Pardes Chanah,
and be away for about 14 days. -- How are you all doing, my dears, especially
health-wise? Little Hannele is already a big girl now!
Is Eva happy with her job? The kids are growing up so fast—
that’s how you know you’re getting older! I’m already celebrating my
40th birthday! That is, we’ll celebrate once Schlot gets back.
Father wrote to you about the children’s heights; it seems to us they’re all
outgrowing us; Micha is half a head taller than us, and Uri and
Beni are also tall for their age. Micha is already quite busy. Our
school is what is known as a “secondary school,” i.e., a state-run secondary school; for 9 years,
they attend full-time, i.e., 6 hours a day. The 10th and 11th years, during which they also study agricultural 
subjects, last half a school year; in the summer, during
the harvest and when labor is most needed, the schoolchildren work,
and in the winter they make up for the half-year. Micha also works
2 1/2 hours daily after his 6 hours of school, and since he has a lot of homework 
and does it so thoroughly and conscientiously, he is usually
busy until 10 p.m.—  As I write, there is singing and dancing in the Chadre-Ochel, 
which is across from our room: a boy
from Ein-Charod has married a girl from Tel-Joseph (the neighboring Kwuzah);
first there was a family celebration, and then all the young people went
to the Chadre-Ochel to dance! -- I can’t remember (old age!) 
whether I told you in my last letter about our visit to your
niece Edith. I hadn’t been there since the passing of your first sister
and had long intended to visit her.
We arrived in the afternoon and even spent the night there; that’s how we
got to know Edith’s husband, whom we liked very much. An exceptionally well-educated,
refined, and polite man; to our taste, he is perhaps
a bit too much of a typical German schoolmaster. But they are very
happy together, and he is exceptionally hardworking—he spends every spare moment
teaching. This week I spoke here with the wife of the current
director of Ahawa, who holds him in high regard. Incidentally, she told me
that Edith is pregnant and, since she’s had a miscarriage before, she has to
stay in bed the whole time. In the meantime, the baby has already arrived.
Everything is the same here; since we’re very busy—Schlot with the
practice and me in the cowshed—time flies by! The war is already
in its fifth year, and we still don’t know when it will end. When you read every day
about the fate of the Jews who stayed behind, you have to be glad
that you can live together with your family. I think so often of Aunt
Reni and everyone else who’s still there!
Please write soon! We’re so happy to hear from you with every letter.
Aunt Kate! Do you remember your brown dress, silk crepe,
shiny on the inside, matte on the outside, with pink trim? I’ve
had a very nice dress made out of it! You can’t get such good fabric
here; it’s worth more than a new dress. --</p>
                                       <closer><salute>So! All the best! Warmest regards,
</salute>
                                <signed>Your Gerda!</signed></closer>
<postscript><p><unclear></unclear>, it’s your birthday, dear Aunt Kate,
<unclear></unclear> Warmest congratulations</p></postscript>


</div2>

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</text>

</TEI>
