Letter from Curt and Regina Schönwald to Henry Wald, August 15, 1941

Date
August 15, 1941
Format
Category
Subcategory
Repository
George A. Smathers Libraries, University of Florida
Collection
Schönwald Family Correspondence
Bibliographic ID
MSS 0510; https://findingaids.uflib.ufl.edu/repositories/2/resources/1582
Sender(s)
Schönwald, Curt
Schönwald, Regina
Sent from
Berlin, Schöneberg, Germany
Recipient(s)
Wald, Henry
Received at
Lincoln, Nebraska
Letter from Curt and Regina Schönwald to Henry Wald, August 15, 1941
 
Curt Schönwald Berlin-Schöneberg Kolonnenstraße 10/11 Mr. Henry W. Wald 311 North 18th. street Lincoln–Nebraska
Nr. 117
Mein lieber Heinz!

Wir bekamen Deinen Brief vom 27.7. am 13.8., ohne Nummer. Ich bitte Dich die Briefe wie früher wieder zu nummerieren, da wir dann besser wissen, ob wir alles von Dir bekommen. Ich habe auch seit dem Brief 109 von mir über den Erhalt der weiteren Briefe keine Bestätigung von Dir, ebenso weiß ich immer noch nicht, ob Du Nr. 105 bekommen hast, der s. Zt. die Bestätigung der Duplikatpapiere enthielt. An Mr. Hill konnte ich auf den Brief nicht mehr Personal schreiben, da er schon fort war, ich habe aber President of usw. adressiert und hoffe, dass er so direkt in seine Hände gelangt ist. Die Adresse hatte ich ja auf der Fotokopie. Wegen der Auswanderungsangelegenheit kann ich hier nichts erfahren, ich hörte jedoch von mehreren Freunden und Bekannten, dass sie von dort aus geschrieben haben, es kommen neue Formulare und es dürfte aller Voraussicht ziemlich schnell gehen. Im allgemeinen wird in dieser Sache von dort ziemlich hoffnungsvoll geschrieben und wir müssen abwarten, hoffen von Dir auch sobald als möglich konkrete Angaben zu erhalten. Es freut mich ungemein, dass Du im Geschäft Erfolg hast und Zulage bekamst und alle Anforderungen, die an Dich gestellt werden, meisterst. Dein früherer Chef Michaelis, der noch in Dresden ist, hat sich von seiner Frau scheiden lassen, sie soll schon wieder verheiratet sein, die Töchter hat er. Wenn Du wieder mit Suse und Alfred zusammenkommst, würden wir uns sehr freuen, wenn sie einmal an einen Brief heranschreiben würden, was sie bei Lachmanns in St. Louis getan haben. Wenn es Dir möglich ist uns wieder wie einst regelmäßig alle acht Tage zu schreiben, so würdest Du uns damit eine sehr große Freude machen, wir werden immer prompt antworten. Hanna bleibt noch einige Monate bei Lachmanns.

Nun für heute herzliche Grüße und Küsse, in Liebe, Dein Vatel.
Mein lieber Junge!

Mit Deinem lieben Brief freute ich mich ungemein, dass es Dir gut geht und dass Du weiter kommst und all das schaffst, was von Dir verlangt wird. Deine frühere Tätigkeit war doch so ganz anderer Art wie jetzt und es ist enorm viel, dass Du Dich so eingearbeitet hast, zumal Dir früher die schriftlichen Arbeiten gar nicht lagen, aber darauf kommt es nicht mehr an. Neulich waren wir bei Tworogers, sie warten auch zu ihren Kindern nach Chicago zu kommen, der Neffe Martin, Du kanntest ihn, fuhr zur selben Zeit wie Du, ist schon verheiratet und lebt bei New York. Uns geht es gut. Ein bisschen viel heiß habt Ihr es ja, aber auch das ist Gewohnheit. Dass es Susel und Alfred gut geht, macht mir viel Freude, grüße sie herzlichst von mir. Bleib gesund, mein lieber, gutes Kind.

Alles, alles Gute, in inniger Liebe, küsst Dich vielmals, Deine Dir gute Muttel.
German | English (translation)
Curt Schönwald Berlin-Schöneberg Kolonnenstraße 10/11 Mr. Henry W. Wald 311 North 18th. street Lincoln-Nebraska
Nr. 117
My dear Heinz!

We received your letter, dated 7.27., on 8.13, again without a number. Please use the numbering system again as you used to do, because we will have a better idea then whether we are receiving everything from you. I also have not received any acknowledgements of any letters received since No. 109. I don’t know whether you have received No. 105 which contained the acknowledgement of the duplicate papers. I couldn’t add “personal” to Mr. Hill’s letter because it was already gone. I did, however, write “President of…” on the envelope and hope that it will reach him directly that way. The address should be shown on the photocopy. I cannot find anything out here pertaining to the emigration situation. I did hear, however, from several friends, that new forms are arriving and that things should go quickly. In general, there are a lot of rumors that let me be hopeful but we have to wait and see and hope to get more concrete information from you soon. I’m very happy that you are successful at work, received a raise, and are mastering all challenges that come your way. Your former boss Michaelis, who still lives in Dresden, got a divorce from his wife. She is supposedly already married again, and he has the daughters with him. When you get together with Suse and Alfred again, we would be very happy if they wrote in a letter about what they were doing at Lachmann’s in St. Louis. If it’s at all possible, please write to us again on a weekly basis. That would make us very happy. We will always answer promptly. Hanna will stay with the Lachmanns for a few more months.

So much for today. My warmest regards and kisses, with love, your Vatel.
My dear son!

I was delighted to receive your lovely letter again and to hear that you are well and getting ahead. You are mastering all that’s put before you. Your former job was so much different. Therefore, it’s even more amazing how fast you’ve gotten used to your new task, especially since you used to not like bureaucratic tasks very much. But that’s old history. Recently, we went to visit the Tworogers. They are also waiting to join their children in Chicago. Their nephew Martin, you knew him, left at the same time as you did and is already married and lives near New York. We are doing well. It’s a bit hot for you over there now but that’s all a matter of conditioning. I’m glad to hear that Susel and Alfred are doing well. Please tell them hello from us. Stay healthy, my dear, good child.

My warmest regards, with tender love, and many kisses. Yours truly, Muttel.